Gewalt gegen Frauen ist überall – und Metal bildet da keine Ausnahme
Der 25. November erinnert uns jedes Jahr daran, dass Gewalt gegen Frauen kein Randproblem ist. Sie ist Alltag — auch in Szenen, die sich progressiv und „different“ geben.
FLORIAN DÜNSER
25. Nov. 2025
Gewalt gegen Frauen betrifft nicht „ein paar wenige Fälle“. Sie ist ein systematisches, europaweites Problem. Ein paar Beispiele gefällig?
Deutschland:
2023 registrierte das BKA (Bundeskriminalamt) über 256.000 Fälle von Partnerschaftsgewalt.
Über 70 % der Betroffenen waren Frauen.
Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren (Ex-)Partner getötet.
UK:
Laut ONS (Office for National Statistics) erlebt jede vierte Frau in ihrem Leben häusliche Gewalt.
Jede 10. Frau erlebt sexualisierte Gewalt durch einen Partner oder Ex-Partner.
1,7 Millionen Frauen waren 2023 von häuslicher Gewalt betroffen.
Diese Zahlen sind nicht „Horrorszenarien“, sondern spiegeln wider, was Frauen täglich erleben.
Die Frage ist nie ob. Sondern wie oft, wo und in welcher Form.
Gewalt beginnt nicht erst mit dem Schlag
Viele Frauen benennen Gewalt erst spät, weil sie oft leise beginnt. Wie?
Kontrolle
Social-Media-Überwachung
Victim Blaming
sexualisierten Kommentaren
Demütigung
Manipulation
Gaslighting
Machtmissbrauch
Diese Mechanismen greifen ineinander. Und sie funktionieren, weil Frauen seit ihrer Kindheit lernen, sich kleinzumachen, sich zu entschuldigen, sich selbst die Schuld zu geben.
Doch die Realität ist klar: Frauen schulden niemandem ihren Körper. Kein Ja. Kein Lächeln. Kein Verständnis.
Metal ist nicht immun – es ist Teil derselben Strukturen
Metal präsentiert sich gern als Gegenkultur. Frei. Wild. Unangepasst. Aber patriarchale Strukturen verschwinden nicht, nur weil eine Szene laut ist.
Auch im Metal gibt es:
übergriffiges Verhalten bei Konzerten
unangenehme „Fan-Interaktionen“
sexualisierte Kommentare über Musikerinnen
Manager, die Grenzen überschreiten
Machtgefälle in Bands
Backstage-Situationen, die Frauen gefährlich werden
Kommentarspalten, in denen Frauen abgewertet und lächerlich gemacht werden
Das zeigen aktuelle Beispiele, darunter Dogma und Cradle of Filth, sehr deutlich.
Frauen in Metal müssen gleichzeitig laut genug sein, um ernst genommen zu werden — und leise genug, um nicht als „Drama“, „Zicke“ oder „Problem“ wahrgenommen zu werden. Ein toxischer Spagat.
Warum wir reden müssen – heute und jeden Tag
Es sind nicht individuelle Tragödien, es sind Muster.
Und diese Muster bleiben bestehen, weil sie selten klar benannt werden. Allen voran von Männern.
Was sich ändern muss?
Betroffenen zuhören
Frauen glauben
Grenzen respektieren
Täterverhalten klar benennen (auch im Freundeskreis)
Solidarität leben, nicht nur posten
Verantwortung einfordern
Strukturen in Bands, Agenturen, Venues, Medien hinterfragen
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen erinnert uns daran, dass Sicherheit für Frauen noch immer nicht selbstverständlich ist — weder zuhause noch auf Festivals, nicht im Alltag und nicht in der Metal-Szene.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI-Tools erstellt. Inhaltliche Auswahl, Analyse und finale Redaktion stammen von Dark Divas.
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