Zerwürfnis bei Cradle of Filth: Zoe und Ashok erheben schwere Vorwürfe
Die Trennung von Keyboarderin Zoe Federoff und Gitarrist Ashok von Cradle of Filth schlägt hohe Wellen. In Statements sprechen sie offen über Manipulation, Ausbeutung – und eine Arbeitsatmosphäre, die ihre Ehe und Gesundheit bedrohte. Update vom 27. August weiter unten.
26. Aug. 2025
Was zunächst nach einem stillen Abgang aussah, ist längst zur öffentlichen Abrechnung geworden: Zoe Federoff, bis vor Kurzem Keyboarderin bei Cradle of Filth, veröffentlichte ein aufsehenerregendes Statement, in dem sie dem Bandmanagement „manipulatives Verhalten“, finanzielle Ausbeutung und psychische Belastung vorwirft. Ihr Fazit: „Wir verließen die Band, weil wir benutzt wurden und weniger als die Lebenshaltungskosten bezahlt bekamen. Das Umfeld ist toxisch und bedrohlich.“
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Ashok, der die Band ebenfalls verlässt, schildert sie detailliert, wie der Druck innerhalb der Bandstruktur schließlich sogar zu einer Fehlgeburt auf Tour führte. Die beiden hätten sich monatelang überlegt, wie sie aussteigen können – und den Schritt nun gemeinsam vollzogen. „Jetzt, da wir draußen sind, scheint wieder die Sonne. Unsere Familie hat wieder Hoffnung.“
Vertragsdokumente veröffentlicht
Besonders brisant: Zoe und Ashok veröffentlichten ein Originaldokument eines Session-Musikerinnenvertrags – und bezeichnen ihn als „psychopathisch“. Darin ist u. a. geregelt, dass Musikerinnen für rund 200 £ pro Tag exklusive Rechte an ihrer Arbeit abtreten sollen, inkl. umfangreicher Rechte an Name, Bild und Performance. Gleichzeitig sei es untersagt, über die Zustände öffentlich zu sprechen – auch nach Vertragsende.
Laut dem veröffentlichten Dokument wird von Session-Musiker*innen verlangt, bei sämtlichen Auftritten zur Verfügung zu stehen – allerdings auf „First Call“-Basis und mit eingeschränkter Möglichkeit, mit anderen Bands zu touren. „Es ist Wahnsinn, Menschen aus Ego-Gründen in Armut zu halten“, heißt es in Zoes Statement.
Ashok meldet sich zu Wort
Auch Ashok wandte sich mit einer persönlichen Erklärung an die Fans. Darin unterstreicht er, dass die Entscheidung gemeinsam mit Zoe getroffen wurde – lange bevor erste Gerüchte öffentlich wurden. „Cradle kann unsere Zukunft nicht mehr sichern – es steht ihr sogar im Weg“, schreibt er. Er spricht von jahrelangem unprofessionellen Verhalten „von oben“ und erklärt, dass er seine Kompositionen auch aus dem geplanten Ed-Sheeran-Collab entfernt wissen möchte.
Zudem richtet er eine klare Ansage an alle, die über sein Privatleben spekulieren: „Wir alle kennen den Typen, der sagt, alle seine Exen seien verrückt – bist du dir sicher, dass es alle sind? Oder liegt das Problem vielleicht bei dir – 40+ Leute später?“
Wie geht es weiter?
Während Cradle of Filth sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert haben, wird online hitzig diskutiert. Die Band hat mit Kelsey Peters bereits eine neue Keyboarderin gefunden. Wie nachhaltig dieser Bruch nachwirkt – sowohl innerhalb der Band als auch in der Szene – bleibt abzuwarten.
Update vom 27. August 2025 – Ashok offiziell rausgeworfen
Die Ereignisse überschlagen sich. Nun meldet sich auch Dani Filth erneut zu Wort – und verkündet in einem Statement, dass Gitarrist Marek „Ashok“ Šmerda mit sofortiger Wirkung aus der Band geworfen wurde. Man wolle trotz der „versuchten Diffamierung“ die laufende Südamerika-Tour nicht absagen, müsse aber vorübergehend mit nur einem Gitarristen auf der Bühne spielen. Eine temporäre Ersatzperson werde in den nächsten Tagen eingeflogen.
Der Rest des Statements klingt wie eine Mischung aus Schadensbegrenzung und Angriff: Die Vorwürfe gegen das Bandmanagement seien „völlig unbegründet“, so Dani. Die Entscheidung, Ashok bereits vor Tourende zu feuern, sei notwendig gewesen – und man werde die eigene Sichtweise „zu gegebener Zeit“ mitteilen. Um Geduld wird gebeten.
Ob diese Reaktion zur Beruhigung der Lage beiträgt oder neues Öl ins Feuer gießt, bleibt abzuwarten.
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