April Art – Pokerface

Konsequenter und zielstrebiger Sound. April Art verfolgen mit „Pokerface“ ihren eigenen Sound weiter und liefern ab. Klare Hörempfehlung.

4.5
Jennifer Richter

JENNIFER RICHTER

15. Sep 2022

Review
Lisa-Marie Watz
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Seit 2014 sorgt das Gießener Quartett April Art für Furore: energiegeladen, melodiös und unverkennbar. Für Lisa-Marie Watz (vocals), Chris Bunnell (Gitarre), Julian Schuetze (Bass) und Ben Juelg (drums) steht nichts mehr im Mittelpunkt, als das Band–Leben.

Dieses Jahr war die Band mit Dark Tranquility und Ensiferum erstmals auch in Frankreich und Spanien auf Tour. Nach dem 2019er Debüt „Rise & Fall“ folgt nun der Nachfolger „Pokerface“, der komplett im eigenen Studio aufgenommen und von Drummer Ben Juelg produziert wurde.

Das Pokerface absetzen

Mit einer Direktansprache an den Zuhörer starten wir mit dem Titeltrack ins Album. Deutlich wird hier der unverkennbare Sound von April Art: hart, kantig und melodiös. Das Thema des Album ist von Minute eins weg klar erkennbar: „Was machen, wenn das Leben dir Steine in den Weg legt? Dein Ding! – und zwar konsequenter und zielstrebiger als jemals zuvor!“

Bemerkenswert sind die drei Interludes_,_ die auf dem Album verteilt sind. Zu hören sind hier kleine Ausschnitte aus der musikalischen Schaffensphase des Albums.

Your Limits are just in your f** head

Reichlich motivierende Sounds und Lyrics gibt es bei „Rising High“, „Sky is the Limit“ und „Warrior“.

„Rising High“ und „Sky is the limit“ laden mit ihren catchy Refrains und treibenden Grooves zum Mitsingen und Bangen ein. Dass Lisa-Marie auch ruhigere oder a capella Parts singen kann, zeigt sie etwa im Intro von „Rising High“, oder aber auch in „Warrior“ – eine Ballade mit fulminantem Finish.

Das Facettenreichtum von April Art lässt sich immer wieder erkennen, unter anderem im Song „Try“ der mehr Rap Parts von Lisa- Marie enthält, aber trotzdem gut rockt.

Fazit

„Pokerface“ ist ein sehr gutes Elektro-Metal- Album. Es ist durchdacht und hat den Namen als roten Faden durch das Album. Wer die jungen Exilia mag, wird bei April Art eine konsequente Weiterentwicklung mit eigener Note des damaligen Exilia-Sounds finden. Die rauchige Stimme, die fetten Grooves und Breakdowns, die fantastische Gitarrenarbeit und der Elektro-Einfluss, der immer wieder deutlich wird, erzeugen einen eigenständigen Sound mit wenig Schwächen. Respekt zollen wir auch dafür, dass April Art das Album ohne Label veröffentlicht hat.

Tracklist

Tracklist

1. POKERFACE

2. Change

3. Interlude: Manifest

4. Rising High

5. Sky Is The Limit

6. Warrior

7. My Way

8. Interlude: Leave It Behind

9. See The Light

10. Start Over

11. Interlude: Letters

12. Superhero

Release: 30. September 2022

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