Beyond The Black marschieren mit großen Schritten zurück auf die Bühne. Wir waren bei der ersten von insgesamt drei Sommer-Open-Air-Shows in Köln dabei.

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Die – in Relation – derzeit geringen Covid-Zahlen und ein ausgefeiltes Hygienekonzept machten es möglich: Nach über einem Jahr Bühnenabstinenz ging es für Beyond the Black und Frontfrau Jennifer Haben wieder auf die Bühne. Warum trotz guter Stimmung am vergangenen Wochenende in Köln nicht alles reibungslos lief? Mehr dazu später.

Man wurde gut vom einladenden Tanzbrunnen empfangen und fand sich recht zügig vor dem teilweise überdachten Bühnengelände wieder. Das ganze Gelände war bestuhlt und jeder Gast hatte einen zugewiesenen Sitzplatz mit 1,5 Meter Abstand zum Nachbarn. Nicht ganz so gut wie das Publikum waren das Security-Personal gelaunt: Man gab zu vermitteln, dass man auf seinem Platz sitzen zu bleiben hat. Stimmung geht anders. So starteten die Schwaben von Kissin’ Dynamite mit angezogener Handbremse als Special Guests an diesem angenehmen Sommerabend ihre Show. Der sympathische Frontmann Hannes Braun schaffte es aber trotz Security-Auflagen, die Crowd zum Aufstehen und Mitfeiern zu bewegen. Gut so.

Ein sympathisches Hoppala

Nach rund einer Stunde beendeten Kissin’ Dynamite ihr Set und nach einer kleinen Umbaupause und einem epischen Intro betraten um halb Neun Jennifer und ihre Jungs die Bühne und machten direkt klar, dass die Auflagen keine Stimmungsbremse sind. Mit “Horizons” und der Ansage: „Köln, wir sind zurück“, wurde das rund 90 Minuten lange Set eröffnet. Die Band überzeugte vom ersten Ton an mit Professionalität und Leidenschaft. Neben vielen schnelleren Songs und Klassikern wie „Songs Of Love And Death“ glänzte Jennifer besonders in den ruhigen Passagen mit ihrer Power-Stimme. Und vor lauter Euphorie, zurück auf der Bühne zu stehen, wurde das Piano-Outro von Unbroken vergessen. Jennifer nahm es mit Humor – und man sah ihr trotz Hoppala an, mehr als glücklich zu sein, wieder auf der Bühne zu stehen und vor Publikum spielen zu dürfen.

Weitere Highlights: die Live-Premieren der Cover-Songs “To Hell And Back” von Sabaton und “The Trooper” von Iron Maiden – bekannt von den W:O:A-Acoustic-Clash-Sessions im vergangenen Advent.

Strom wird abgedreht

Der Abend neigt sich dem Ende – und nach „Wounded Healer“ und „Lost in Forever“ stimmte Jennifer zum letzten Song „In The Shadows“ an. Aber eine Zugabe darf nicht fehlen – und nach wenigen Minuten ist die Band mit „Golden Pariahs“ zurück und beweist, dass der Song wunderbar live funktioniert und zum Springen animiert. Direkt im Anschluss folgt „Halleluljah“. Doch der Klassiker sollte nicht von langer Dauer sein. Nach nur knapp zwei Minuten wurde der Band um Punkt 22 Uhr der Strom abgestellt. Ein Ende anders als erwartet – und Band sowie Publikum waren vom Unplugged-Finale sichtlich überrascht. Da selbst die Mikrofone keinen Strom mehr hatten, konnte sich die Band nur schwer verabschieden. Aber Jennifer ließ es sich nicht nehmen, ein Foto mit der Crowd zu machen.

Trotz des abrupten und unerwarteten Ende, war es ein rundum gelungener Konzertabend und ein erster und richtiger Schritt zurück zu Live-Konzerten.

Wer sich das Ganze nicht entgehen lassen möchte, hat noch die Chance, bei folgenden Terminen dabei zu sein:

25.07.21 Hamburg Strandkorb Open Air
20.08.21 Nürnberg Strandkorb Open Air

Setlist:

  1. Horizons
  2. Hysteria
  3. Songs Of Love And Death
  4. Burning In Flames
  5. Unbroken
  6. Heart Of  The Hurricane
  7. Human
  8. To Hell And Back – akustisch
  9. The Tropper – akustisch
  10. Written In Blood
  11. Lost In Forever
  12. When Angels Fall
  13. Wounded Healer
  14. In The Shadows
    Zugaben
  15. Golden Pariahs
  16. Halleluljah

Konzertreview & Fotos: Leon Stoppa

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